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Politik

DEUTSCHE KAUFT NICHT BEI NAZIS

der Song ist kostenlos im Internet unter www.bpx1992.com/mp3/belab_kauftnicht.mp3) 

Und wieder einmal sind sie laut,
dürfen im Parlament krakeelen,
spielen vor ausverkauften Sälen.
So weit so deutsch so national.
Doch was daran so teuflisch ist,
dass deutsches Gut verkäuflich ist.
Obwohl der allergrößte Mist -
der Trend ist nicht mehr zu verhehlen.

Sie gehen geschickt und clever vor,
spielen bewusst mit der Semantik,
mit einem Schuss Landser-Romantik,
Einfach und klar und das frisst man gern.
Doch schaut ihr mal genauer hin,
seht ihr, dass es dieselben sind,
bist du auf beiden Augen blind.
Ihre Parolen riechen ranzig.

Deutsche kauft nicht bei Nazis.
Deutsche kauft nicht bei Nazis.
Deutsche (Deutsche) kauft nicht bei Nazis (kauft nicht bei Nazis).
Deutsche (Deutsche) kauft nicht bei Nazis (kauft nicht bei Nazis).

Das ist doch alles halb so schlimm.
Die haben doch nur ne andre Meinung.
Das ist nur ne Modeerscheinung,
und zur Vernunft kommen die allein.
Sie machen Mode und Musik,
langweilen uns nicht mit Politik.
Das Rechte ist so was von chic.
Wie naiv kann man nur sein?

Deutsche kauft nicht bei Nazis (kauft nicht bei Nazis).
Deutsche kauft nicht bei Nazis (kauft nicht bei Nazis).
Deutsche kauft nicht bei Nazis (kauft nicht bei Nazis).
Deutsche (Deutsche) kauft nicht bei Nazis (kauft nicht bei Nazis).
Deutsche (Deutsche).
Deutsche kauft nicht bei Nazis.
Deutsche (Deutsche) kauft nicht bei Nazis.
Deutsche.

by Bela B

18.9.07 21:47


Homosexualität und Heuchelei in den USA

Schon wieder hat es einen republikanischen Moralapostel erwischt. US-Senator Larry Craig ließ sich beim Annäherungsversuch an einen Undercover-Cop erwischen - auf einem Flughafenklo. Erst gestand Craig, dann widerrief er. Seine Karriere ist wohl am Ende, die Partei hat ein Problem.

New York - Larry Craig gibt sich gerne als Verfechter klassisch-konservativer Werte. Der Republikaner, der den Wildwest-Staat Idaho im US-Senat vertritt, kämpft für freien Waffenbesitz und schwört seinen Wählern, "die traditionellen Werte der amerikanischen Familie zu verteidigen". Dazu engagiert sich Craig - verheiratet, drei Adoptivkinder - auch aktiv gegen die Schwulenehe. Denn die Ehe, so findet er, dürfe nichts anderes sein als "die Gemeinschaft eines Mannes und einer Frau".

Das alles muss man wissen, um die jüngste, wohl bizarrste Episode in der Laufbahn von Senator Craig, 62, einzuordnen - eine Episode, die ihn nun die Karriere kosten dürfte. Seinen Ruf hat er schon verloren und seinen Nebenjob als Top-Wahlkampfhelfer für den Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney auch. Gestern leiteten seine Parteifreunde auch noch Ethikermittlungen ein - ein bewährter Akt der politisch-moralischen Quarantäne.

Es wird ihnen wenig helfen. Wieder einmal platzt den republikanischen Moralaposteln ein Sexskandal in den Wahlkampf - und wieder einmal ist einer der ihren als Heuchler enttarnt.

Die leidige Affäre begann auf dem Minneapolis-St. Paul International Airport, am 11. Juni um zwölf Uhr mittags. "High noon" also, zumindest für Dave Karsnia, einen Sergeanten der Flughafenpolizei. Der hatte an jenem Tag eine Terminal-Toilette im Fadenkreuz, die ein Treffpunkt für schwulen Sex sein sollte. "Klappensex" nennen Schwule das.

"Wunsch nach Sex kommuniziert"

Der Sergeant hockte sich in Zivil auf eines der Klos - "das dritte von der Hinterwand", vermerkte er später penibel in seinem Bericht - und harrte gleichgeschlechtlicher Anmache. Ob eine US-Flughafenpolizei, an vorderster Front des Heimatschutzes, nichts Besseres zu tun hat, als dergestalt Homosexuellen aufzulauern - das ist eine ganz andere Frage.

Schon bald biss jemand an. Ein "älterer, weißer Mann", schrieb Karsnia auf, habe ihn lange "durch den Spalt zwischen der Toilettentür und deren Rahmen" gemustert. Dann sei der Herr - der den Ablauf der Ereignisse später in einem Geständnis bestätigte - ins Nebenklo gegangen und habe mit den Fingern und dem Fuß unter der Trennwand hindurch "den Wunsch nach sexuellem Verhalten kommuniziert". Unter anderem soll er zweimal mit dem Fuß gegen die Wand getippt haben, was als Zeichen für den Wunsch nach Geschlechtsverkehr gelte.

Die missglückte Annäherung endete damit, dass Karsnia den älteren Herrn festnahm. Und dieser entpuppte sich als Senator Larry Craig.

Craig versuchte sich dem Bericht zufolge erst noch mit seiner Visitenkarte herauszureden: "Was hältst du davon?" Doch Karsnia zeigte Craig an: "Verletzung der Privatsphäre" nebst "Ruhestörung", dem hiesigen Euphemismus für öffentlichen Sex. Die Airport Police machte ein Fahndungsfoto. Darauf trägt Craig einen Anzug, eine blauweiße Seidenkrawatte und am Revers ein kleines patriotisches Sternenbanner.

"Ich bin nie schwul gewesen"

An der Festnahme Craigs - der im Kongress als Mitglied des Barbershop-Quartetts "Singing Senators" bekannt war - besteht kein Zweifel: Anzeige und Foto schwirren längst durchs Internet. Zwei Monate später kam es zum Gerichtstermin - und dort bekannte sich Craig besagter "Ruhestörung" schuldig. Craig unterschrieb das Geständnis, zahlte 575 Dollar Strafgebühr und zog seines Weges.

Damit wäre die Sache erledigt gewesen. Wenn sie nicht jemand der Kongresszeitung "Roll Call" zugespielt hätte, die sie am Montag publik machte. Es dauerte einen Tag, bis die Medien, die noch im Rücktritt von Justizminister Alberto Gonzales schwelgten, begriffen. Seither ist es hier der Skandal des Tages: Schwulenfeindlicher Senator auf der Schwulenklappe!

Doch jetzt wird es erst wirklich bizarr. Denn gestern trat Craig in Boise, der Hauptstadt Idahos, vor die Presse - und widerrief sein eigenes Geständnis. Die stumme, hinter einer enormen schwarzen Sonnenbrille versteckte Gattin Suzanne zur Seite, verlas er eine Erklärung. "Ich habe am Flughafen Minneapolis nichts falsch gemacht", beharrte er. Nichts - bis auf eines: "Ich bereue meinen Entschluss, mich schuldig bekannt zu haben."

Sergeant Karsnias detaillierter dreiseitiger Bericht, Aktenzeichen- Nr. 027-2500 - alles erfunden? "Damit das klar ist: Ich bin nicht schwul", fuhr Craig laut bebend fort. "Ich bin nie schwul gewesen." Es klang wie: Ich habe keinen Aussatz. Und dann: "Ich liebe meine Frau, meine Familie. Ich liebe es, diesem großartigen Staat zu dienen."

Wieso aber hat er sich dann des Toilettenflirts schuldig bekannt, schriftlich, unter Anleitung eines Richters, der ihm seine Rechte klar gemacht hatte? "Ich habe überreagiert", sagte Craig. Am Ende gab er der Lokalzeitung "Idaho Statesman" die Schuld, denn die betreibe seit Monaten eine "Hexenjagd" auf ihn. Der Stress deswegen habe ihn zum Geständnis getrieben.

Denn der Homo-Vorwurf ist nichts Neues für den Senator, und der des anonymen Sex auch nicht. Beides verfolgt ihn seit den achtziger Jahren, als er im US-Repräsentantenhaus saß.

Der "Idaho Statesman" hatte sich dann in diesem Frühjahr noch einmal ans mutmaßliche Doppellleben Craigs gemacht, mit einer investigativen Serie. Darin behauptete unter anderem ein 40-jähriger Mann "mit engen Beziehungen zu den Republikanern", er habe in der Union Station, dem Hauptbahnhof Washingtons, Oralverkehr mit Craig gehabt.

Anonymer Sex in öffentlichen Toiletten: Dazu greifen nach Angaben des schwulen Autors Michelangelo Signorile in der Regel Männer, die ihre Homosexualität verbergen, sich ihrer schämen und eine heterosexuelle Fassade leben. "Wer offen zu seinem Schwulsein steht", sagt er, "braucht das nicht heimlich zu tun."

20 Dollar für Sex auf der Parktoilette

Wen stört's, fragt sich der Europäer. Dazu muss man wissen, dass die US-Konservativen - und oft auch die Betroffenen - Homosexualität bis heute als biblische Todsünde verdammen. Die Heuchelei dahinter aber scheint selten jemanden zu stören: Schwul sein, aber schwulenfeindlich tun, weil's politisch opportun ist.

Zum Beispiel der letzte prominente Fall: Ted Haggard. Der TV-Prediger - ein Lieblingspastor der Republikaner, der Gays verteufelte - gestand im November 2006, mehrfach Sex mit einem Callboy gehabt und die Partydroge Crystal Meth genommen zu haben. Er wurde von seiner Kirche verstoßen, unterzog sich einer Verhaltenstherapie und ließ hernach mitteilen, er sei jetzt "komplett heterosexuell".

Oder der Abgeordnete Mark Foley. Foley, der sich für schärfere Gesetze gegen Pornografie und Kinderschänder stark gemacht hatte, ließ sich im Oktober 2006 beim Internet-Sex mit minderjährigen Kongressboten erwischen. Er gab dem Alkohol die Schuld - und einem Priester, der ihn dereinst missbraucht habe.

Der republikanische Landesabgeordnete Bob Allen aus Florida - verheiratet, eine Tochter - bot einem schwarzen Undercover-Cop im Juli in einer Parktoilette 20 Dollar für Sex. Als er in den Streifenwagen gepackt wurde, fragte er Presseberichten zufolge, ob es helfe, dass er Abgeordneter sei. Die Antwort: "Nein."

"Bizarres Spektakel"

Wobei die Republikaner kein Monopol auf Scheinheiligkeit haben. Der demokratische Gouverneur von New Jersey, Jim McGreevey, gab sein Amt (und seine zweite Ehe) 2004 auf, nachdem sein schwuler Ex-Lover an die Presse gegangen war - ein Israeli, der gleichzeitig als McGreeveys Heimatschutzberater fungierte. Immerhin outete sich McGreevey: "Ich bin ein schwuler Amerikaner", deklamierte er, die Noch-Gattin daneben. Und dann veröffentlichte er seine Memoiren, betitelt "Confessions".

Der groteske Auftritt Craigs - der Bill Clinton während des Lewinsky-Skandals als "garstigen, bösen, ungezogenen Jungen" bezeichnet hatte - machte die Sache dagegen gestern nur schlimmer. "Kaum zu glauben", seufzte der Ex-Staatsanwalt Jeffrey Toobin auf CNN. Zu einem ähnlichen Fazit kamen offenbar viele Republikaner, die das "bizarre Spektakel" ("New York Times" am Fernsehen verfolgten. So konnte sich Mitt Romney nicht schnell genug von seinem bisherigen Wahlkampfchef für Idaho distanzieren: "Sehr enttäuschend."

Mit einem zumindest hat Craig Recht. "Ich bin mir sicher", sagte er gestern, bevor er floh, ohne die Fragen der Reporter zu beantworten, "dass diese Sache noch nicht vorbei ist."

SPIEGEL Online

2.9.07 13:36


RECHTE GEWALT!

Deutsche hetzen acht Inder durch Mügeln

In Mügeln in Sachsen sind acht Inder angegriffen und von einer großen Gruppe Deutscher durch die Stadt gejagt worden. Wie die Polizei mitteilte, verfolgte die etwa 50-köpfige Gruppe die Männer von einem Stadtfest bis in eine Pizzeria. Alle Inder wurden dabei verletzt. Die Angreifer hätten Scheiben des Restaurants eingeworfen und das Auto des Besitzers beschädigt. Auch zwei der Angreifer und zwei Polizisten trugen Verletzungen davon.

"Wäre die Polizei nicht gekommen, hätte hier noch viel Schlimmeres passieren können", sagte der Pizzeria-Besitzer der "Leipziger Volkszeitung". Insgesamt waren dem Blatt zufolge 69 Polizeibeamte im Einsatz.

Ein Sprecher der Polizeidirektion in Leipzig sagte, es werde in alle Richtungen ermittelt. Denkbar sei auch eine fremdenfeindliche Straftat. Mügelns Bürgermeister Gotthard Deuse vermutete einen rechtsradikalen Hintergrund. Nach seinen Informationen seien ausländerfeindliche Parolengerufen worden. Ein Augenzeuge berichtete von Parolen wie "Ausländer raus" und "Hier regiert der nationale Widerstand".

Quelle:
http://www.tagesschau.de/

GEGEN RECHTE GEWALT!

19.8.07 20:16


"Menschen bei Maischberger" am 19.06.

Also ich finde die Diskussion hätte man auf 3 Teilnehmer reduzieren können... Michael Schmidt-Salomon, Paul Schulz und Bischof Gebhard Fürst. Die anderen hätte da erst gar nicht auftretten dürfen...

Schon allein deswegen wegen solchen Ausagen: "das atheistische Regime der Nazis" ... In Geschichte wohl nicht aufgepasst,wa?! Und immer wieder diese "muuuuuslime" Einsätze aus der Schmollecke...
Grauenhaft.

20.6.07 22:20


Mädchen rauchen statt zu essen

http://www.newsclick.de/index.jsp/me.../artid/6654521

Zitat:

Eine groß angelegte Studie im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) untermauert die Pläne der Politik, das Rauchen einzudämmen. Sie beweist: Das Vorbild von Rauchern ist gerade für die besonders gefährdete Gruppe der Schüler und Jugendlichen schier übermächtig.

"Rauchen macht noch schneller abhängig, als wir angenommen haben", erklärt Reiner Hanewinkel vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung. Jeder dritte Schüler raucht mittlerweile – und zwar durchschnittlich 10,5 Zigaretten am Tag. Besonders viele der rauchenden Jungen stecken sich die erste Zigarette bereits wenige Minuten nach dem Aufstehen noch vor dem Frühstück an. Extrem ist auch der Zusammenhang zwischen Rauchen und Alkoholkonsum. Die meisten rauchenden Schüler geben an, dass sie sich auch bereits gezielt betrunken haben.

Wenn Väter oder Mütter rauchen, ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass auch die Kinder zur Zigarette greifen. In diesem Milieu ist es dann kaum noch möglich, sich zu entziehen: Mehr als 50 Prozent der rauchenden Schüler hat rauchende Freunde. Für die neue Studie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe waren 1738 Schüler der Klassen 7 bis 13 in Schleswig-Holstein befragt worden.

Besonders die Mädchen bilden eine Problemgruppe. Zur Nikotin-Sucht bereits in jungen Jahren kommen auch weitere Abhängigkeits-Faktoren hinzu: So sind zwei Drittel der Mädchen, die rauchen, unzufrieden mit ihrer Figur. Viele von ihnen gaben "Rauchen statt Essen" als Rezept an.

Ohnehin rauchen deutsche Kinder unter 15 Jahren im Vergleich zu anderen Ländern am häufigsten. Das ergab eine Studie der Unicef, die dafür 21 Länder untersuchte. 40 Prozent der Jugendlichen gaben an, keine richtigen Gespräche mit ihren Eltern führen zu können.

Schon mal an Sport gedacht? Nein? Macht aber auch Schlank. Wie nicht Cool? Aber sich die Lunge zubetonieren und an Lungenkrebs draufgehen ist ewta "Cool"? Hm?

20.4.07 15:26


Schäuble

http://www.focus.de/digital/multimedia/staatliche-hacker_nid_44086.html

Stasi und Gestapo würden sich die Finger nach den heute eingesetzten Überwachungsmethoden lecken.

Fingerabdruck im Ausweis und zentrale speicherung
Verwendung von Mautdaten zur Strafverfolgung (trotz angekündigter Zweckbindung)
Nationale Gendatenbanken (UK)
Onlinedurchsuchung

Und dann hört man so jemanden über Verfassungsfeinde schwafeln, die es zu fassen gilt...

 

5.4.07 14:53


Kritik am Patriotismus

Patriotismus. Ein Wort bei dem den einen bereits wieder die Liebe zum ach so tollen Vaterland hochkommt, während es bei den anderen eher das Essen von heut Mittag ist. Aber was soll den so schlimm sein - am Patriotismus?!
Ich möchte gleich mal vorwegschicken, dass ich v.a. hier in Deutschland oft auf hemmungslose Unlogik und Widersprüchlichkeiten, die Begründung von Patriotismus betreffend, stosse: zum Einen wird die nationalsozialistische Vergangenheit bzw. die Auseinandersetzung mit ihr weit, weit weggeschoben. Man will nichts davon hören, es sei ja schon sooo lange her und man trage schliesslich nicht die Verantwortung für Taten aus der Vergangenheit, sollte diese Sache also so schnell wie möglich ad acta legen. Zum Anderen aber wird Patriotismus ebenso oft und durchaus auch von den selben Personen u.a. mit unserer Vergangenheit und damit verbundenen Kultur begründet: antike Bauwerke, berühmte klassische Musiker, Dichter und Denker, Schriftsteller, Maler usw. Alles Dinge also, die überwiegend die Vergangenheit betreffen, trotzdem aber anscheinend etliche Leute dazu veranlassen dadurch einen völlig widersprüchlichen Nationalstolz zu entwickeln.
Aber gut, lassen wir diesen Aspekt mal beiseite und widmen uns dem Patriotismus an sich. Wahre Patrioten leben für ihr Land und das Volk bzw. die Gemeinschaft, stehen jedoch auch voll hinter "ihrem" Staat und seinen Taten, was aus anarchistischer Sicht ja schon Grund genug für eine ablehnende Haltung dem Patriotismus gegenüber ist. Die Gefahr die im Patriotismus steckt ist eine simple, wie im Grunde auch logische Folge des Gefühls von totaler Verbundenheit und Stolz auf das Land. Egal auf welches Subjekt man stolz ist, man baut sich von diesem eine Idealvorstellung auf, welche es nun natürlich mit allen Mitteln zu verteidigen / aufrechtzuerhalten gilt. Tauchen jetzt "Störfaktoren" oder andersartige Elemente auf welche an der Fassade dieser Idealvorstellung kratzen bzw. nicht zu Hundert Prozent in ihr Bild passen werden diese Elemente logischerweise abgelehnt oder gar bekämpft. Im Falle des "Vaterlandstolzes" könnten solche Elemente z.B. Ausländer, Homosexuelle, sog. "Asoziale", Behinderte, Punks, Alternative usw. sein. Fängt jetzt der Patriot an diese Elemente von seiner glänzenden Fassade zu entfernen schlägt der Patriotismus schnell in Diskriminierung, Hass oder gar (sowohl physische als auch psychische!) Gewalt um - eine fatale Folge!
Einen weiteren, damit zusammenhängenden Problempunkt sehe ich in der Gefahr einer völlig überhitzten und kopflosen Reaktion auf (vermeintliche) Angriffe. Hierbei spielt es wohl auch keine Rolle ob diese Angriffe physischer oder verbaler Natur sind, sie stellen eine weitere Beschmutzung des über alles geliebten Vaterlandes dar und müssen somit bekämpft werden. Rationales und vernünftiges Denken kann hierbei zu akuter Mangelware werden, was somit (auf politischer Basis) Konflikte entstehen lassen kann, die in der Lage sind Beziehungen zu schädigen oder zu zerstören bzw gar physische (sprich kriegerische) Folgen hervorzurufen.
Zu erwähnen bleibt ebenfalls die eventuell grenzenlose Solidarität patriotischer Bürger mit der jeweils staatlichen Politik. Je mehr Menschen eines Volkes aufgrund patriotischer Überzeugung mehr oder weniger bedingungslos hinter dem Staat stehen, desto grösser ist die Chance, dass dieser seine damit in's Uferlose steigende Macht ausnutzt bzw. zu seinem eigenen Vorteil einsetzt. Wirklich kritisches Hinterfragen der jeweils aktuellen Taten der Politik durch die Bürger bleibt aus, eine Art Blankoscheck zum Handeln wird ausgestellt. Auch dies kann oben bereits beschriebene Probleme zur Folge haben.
Bleibt abschliessend noch anzumerken, dass Staaten, Nationen bzw. Grenzen allgemein für'n Arsch sind. Menschen anderer Herkunft werden ausgegrenzt, persönliche Freiheiten werden auf's derbste beschnitten, Menschen werden künstlich in verschiedene völkische Gruppen eingeteilt, was Konflikte zwischen ihnen zur Folge hat, imperialistische und machtpolitische Interessen treten verstärkt auf und werden konsequenterweise auch versucht umgesetzt zu werden, Rivalität, Neid, Konkurrenz, bis hin zu Hass und Gewalt entsteht. Wann fangen die Leute endlich an zu akzeptieren, dass wir alle nur Menschen sind; dass Grenzen künstlich gezogen und nur aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen verschiedene Individuen zu einer Gruppe zusammengeschlossen und somit von anderen Individuen (welche dasselbe Schicksal ereilte) abgetrennt wurden? Wann sehen sie endlich ein, dass diese nationalen bzw. völkischen Zusammenstellungen willkürlich sind und jedeR von uns, bei entsprechendem Kriegsausgang und folgender Ziehung der Grenzlinien genausogut auch Österreicher, Italiener oder Franzose sein könnte?
Diese Kritik am Patriotismus ist bei weitem nicht vollständig - sie stellt lediglich die mir, mit unter am logischsten erscheinenden Kritikpunkte dar. Diese Punkte können weder allgemein gültig bewiesen noch widerlegt werden, jedoch spiegeln sie meine persönlichen Erfahrungen mit Patriotismus wider und zeigen mögliche Gefahren auf - die wenigsten Patrioten können sich meiner Meinung nach dieser Gefahren verwehren, deshalb: Fuck patriotism! Fuck intolerance! Fuck xenophobia! Patriotism kills!

18.3.07 11:40


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